„Niemand schaut auf das, was mir gehört“, knurrte der eifersüchtige Mafiaboss und bedeckte sie im Club

Blut von einem maßgeschneiderten Brioni-Anzug zu waschen, war für Lorenzo Costa eine lästige Pflicht – der Preis dafür, die Berliner Unterwelt zu beherrschen. Doch die tägliche Gewalt war harmlos im Vergleich zu der lähmenden Angst, die ihn ergriff, wenn ein anderer Mann auch nur einen Blick auf die Frau warf, die er liebte.
Der Bass im „Velvet“, Berlins exklusivstem und verruchtestem Club, dröhnte durch die Sohlen von Valerie Bergs Louboutin-High-Heels. Die Luft roch nach teurem Parfüm, verschüttetem Champagner und Schweiß der Berliner Elite.
Valerie stand am Rand der Tanzfläche, umklammerte ein Glas Mineralwasser wie einen Schild. Sie fühlte sich völlig fehl am Platz – und gleichzeitig zum ersten Mal seit Langem gefährlich schön.
Valerie war eine mollige Frau in einem Raum voller scharfer Kanten und operativ perfekter Körper. Sie hatte einen weichen, runden Bauch, breite Hüften und dicke Schenkel. Jahrelang hatte sie ihren Körper unter weiten Blazern und Hosen versteckt. Heute, zu ihrem 28. Geburtstag, hatte ihre beste Freundin Bianca sie in ein maßgeschneidertes smaragdgrünes Seidenkleid gesteckt, das ihre Kurven nicht versteckte – sondern feierte.
Doch in dem pulsierenden Neonlicht schwand ihre neu gewonnene Selbstsicherheit. Männer starrten sie an – manche gierig, manche abfällig.
Was sie nicht wusste: Der gefährlichste Mann im Raum hatte sie seit ihrem Eintreten nicht mehr aus den Augen gelassen.
Lorenzo Costa saß in der abgeschirmten VIP-Lounge. Mit 34 Jahren war er das unangefochtene Oberhaupt des Costa-Syndikats – offiziell ein mächtiger Logistik- und Immobilienmogul, inoffiziell der Pate von Berlin.
Vor drei Monaten war Valerie als Wirtschaftsprüferin in sein Unternehmen gekommen. Sie hatte Millionen-Unregelmäßigkeiten aufgedeckt – Geld, das einer seiner eigenen Leute an die russische Konkurrenz weiterleitete. Statt zur Polizei zu gehen, war sie direkt in Lorenzos Büro marschiert.
Seitdem war er besessen von ihr.
Heute trug sie das Kleid, das ihre üppigen Kurven betonte. Ein russischer Unterboss namens Roman Olov näherte sich ihr an der Bar, packte sie grob am Arm und drohte ihr.
Plötzlich teilte sich die Menge. Lorenzo trat aus dem Schatten, packte Roman am Nacken und schlug ihn brutal gegen die Bar.
„Niemand schaut auf das, was mir gehört“, knurrte er, zog sein Jackett aus und legte es schützend um Valerias Schultern, um ihre Kurven vor den Blicken der Menge zu verbergen.
„Deins?“, flüsterte Valerie zitternd.
Lorenzo zog sie an sich. „Du gehörst mir, meine Schöne. Und ich werde jeden töten, der das anzweifelt.“
Er brachte sie in sein schwer bewachtes Anwesen am Wannsee. Dort gestand er ihr die Wahrheit: Er hatte die Prüfung manipuliert, um sie in sein Leben zu holen. Die Russen wollten sie wegen der Unterlagen töten.
Als in derselben Nacht ein russisches Kommando das Anwesen stürmte, bewies Valerie ihren Wert: Mit ihrem brillanten Verstand bluffte sie den Anführer, rettete Lorenzo das Leben.
Am Ende stand der gefürchtete Mafiaboss vor ihr, blutverschmiert, und sank auf die Knie.
„Du hast mich gerettet“, flüsterte er und zog sie in seine Arme. „Jetzt gehörst du für immer mir.“
Valerie, die ihr Leben lang unsichtbar gewesen war, fand in den Armen des Teufels nicht nur Schutz – sondern endlich jemanden, der sie wirklich sah.
Niemand schaut auf das, was ihm gehört. Und Lorenzo Costa würde dafür sorgen, dass es für immer so blieb.



