„Wer hat es gewagt, dich anzufassen?“ Der wütende Mafiaboss brüllte, als er den Bluterguss am Arm seiner Frau sah.

Blut auf einem maßgeschneiderten Anzug war für den Kopf des Berliner Syndikats nur ein Dienstag. Aber der Anblick eines dunklen, violetten Handabdrucks auf der weichen, hellen Haut seiner Frau ließ die gesamte Unterwelt erstarren.
Der Regen peitschte gegen die bodentiefen Fenster des Penthouse am Ku’damm. Viktor Valerius, 34 Jahre alt und unangefochtener König der Berliner Schattenwirtschaft, trat aus dem privaten Aufzug. Er roch nach Regen, teurem Tabak und dem metallischen Geruch von Angst, der ihm nach jedem Besuch in den Lagerhallen in Moabit anhaftete.
Im Penthouse war er nicht der Boss. Hier war er nur ein Mann, der sich nach der Wärme seiner Frau sehnte.
Er fand Klara im Schlafzimmer, vor ihrem antiken Mahagoni-Toilettentisch. Ihr honigbraunes, volles Haar fiel in weichen Wellen über ihre Schultern. Klara war keine der dürren, operierten Society-Frauen. Sie war üppig, rund und wunderschön – mit weichen, schweren Brüsten, einem vollen Bauch und kräftigen Schenkeln. Viktor vergötterte jede Kurve an ihr.
„Du bist spät“, sagte sie sanft, ohne sich umzudrehen.
Er trat hinter sie, küsste ihren Nacken – und erstarrte.
Der Ärmel ihres smaragdgrünen Seidenmantels war verrutscht. Auf ihrem Oberarm prangte ein deutlicher Handabdruck. Violett, rot, brutal.
„Klara…“ Seine Stimme wurde tödlich leise. „Wer hat dich angefasst?“
Klara versuchte, den Ärmel schnell herunterzuziehen. „Es ist nichts, Viktor. Nur ein dummer Streit…“
Viktor ging vor ihr auf die Knie, nahm sanft ihr Handgelenk und schob den Stoff zurück. Seine Finger zitterten vor unterdrückter Wut.
„Das ist ein Handabdruck. Jemand hat dich mit Gewalt gepackt. Sag mir den Namen.“
Nach langem Zögern flüsterte sie: „Camila Russo. Bei dem Charity-Lunch im Hotel Adlon.“
Der Name hing wie eine Bombe im Raum. Die Russo-Familie – die letzte ernstzunehmende Konkurrenz in Berlin.
Viktor stand langsam auf. Seine Augen waren tot. „Sie hat dich angefasst. Sie hat dich verletzt.“
Er griff zum verschlüsselten Telefon. „Dominic, weck die Männer. Ich will die Russo-Familie vor Sonnenaufgang ausgelöscht sehen.“
Doch dann entdeckte Viktor unter dem Bluterguss etwas Schlimmeres: eine winzige Einstichstelle. Ein Mikro-Tracker.
Jemand hatte Klara benutzt, um ihn zu überwachen.
Während seine Männer das Penthouse auf den Kopf stellten und den Chip entfernten, wurde klar: Es gab einen Verräter in den eigenen Reihen. Leo, sein Sicherheitschef, hatte die Firewall für genau drei Sekunden geöffnet – genug, um das Signal der Russos durchzulassen.
Der Verrat war perfekt geplant.
Doch Viktor war schneller.
Er lockte die Russo-Hitmen in eine Falle in einer alten Fleischfabrik in Moabit. Während ihre Killer in die Luft gesprengt wurden, stürmte Viktor mit seinen Männern den Bunker.
Camila Russo starb mit einem Schuss in die Brust. Ihr Bruder Antonio bettelte um sein Leben – vergebens. Viktor schnitt ihm den Finger mit dem Familienring ab und schickte ihn als Botschaft an die Kommission.
„Niemand fasst meine Frau an und überlebt.“
Als Viktor im Morgengrauen ins Penthouse zurückkehrte, roch er nach Rauch und Blut. Klara wartete auf ihn. Sie fiel ihm in die Arme, ohne Fragen zu stellen.
Er trug sie zum Bett, zog sie an sich und vergrub sein Gesicht in ihren weichen Kurven.
„Du bist nicht meine Schwäche, Klara“, flüsterte er. „Du bist meine Stärke. Du bist der Grund, warum ich dieses Imperium halte. Und ich werde es immer beschützen – dich vor allem.“
Draußen ging die Sonne über Berlin auf. Das Russo-Syndikat existierte nicht mehr.
Alles nur, weil jemand es gewagt hatte, die Königin zu berühren.



