Ich sitze in einem Porsche GT3, und mein Kumpel sagt: „Bruder, der hat uns noch nie respektiert. Dem machen wir jetzt die Bremsen fertig.“ Er lacht, aber für mich ist das kein Spaß mehr. Ich gebe…

Ich sitze in einem Porsche GT3, und mein Kumpel sagt: „Bruder, der hat uns noch nie respektiert. Dem machen wir jetzt die Bremsen fertig.“ Er lacht, aber für mich ist das kein Spaß mehr. Ich gebe...

„Bruder, der respektiert uns nicht“, sagt einer der Jungs und nickt in Richtung des Porsche. „Der ist bestimmt so ein Turbo-Typ. Dem machen wir jetzt die Bremsen fertig. “

Ich sitze auf dem Beifahrersitz und schaue zu Rovshan hinüber, der am Steuer sitzt.

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Wir sind in seiner Werkstatt, umgeben von einigen der teuersten und schnellsten Autos, die man sich vorstellen kann. Vor uns steht ein GT3, das Ziel unserer kleinen Testfahrt. „Komm, setz dich rein, fahr mal ein bisschen“, sagt Rovshan zu mir. „Schau sie dir an.

Ich zögere kurz, aber dann steige ich um und setze mich hinter das Lenkrad. Der Sitz ist bequem, fast wie in einem BMW, denke ich. Die Carbon-Details überall, der Sportauspuff. Es ist beeindruckend.

„Was für einen Modus willst du? “, fragt Rovshan. „Welchen Gang soll ich einlegen? “

„Den gefährlichsten“, sage ich mit einem Grinsen.

„Den gefährlichsten natürlich. “

„Also alles aus, alle Fahrhilfen deaktiviert? Das ist dann wirklich komplett nackt. “

„Ja, genau so.

Wir fahren los. Die Straße ist leer genug für ein paar Tests. Rovshan erklärt, dass wir erstmal die Bremsen checken müssen, bevor wir die Leistung ausprobieren. „Um die Bremsen zu testen, muss man das Auto erstmal verstehen.

Und um es zu verstehen, muss man ein wenig Gas geben. “

Ich folge seinen Anweisungen, fahre durch die Kurven der leeren Gewerbestraße. Bei einer ersten Bremsung von dreißig Sachen bleibt der Wagen sauber stehen. „Na also, geht doch“, sage ich.

„Beschleunig mal richtig und brems dann hart“, sagt er. „Dann wirst du es merken. “

Ich gebe Vollgas, die Nadel wandert nach oben. Als ich in die Bremse steige, spüre ich ein Vibrieren, ein leichtes Rutschen.

Das ABS greift ein. „Die bremst, aber sie will nicht richtig zupacken“, sage ich. „Die Reifen scheinen durch zu sein. Die haben kein Profil mehr.

„Die ist halt neu“, meint Rovshan. „Aber vielleicht liegt es an der Flüssigkeit. Oder die Reifen sind einfach alt und hart geworden. “

„Nach meinem BMW fühlt sich das komisch an.

Der wiegt 2,3 Tonnen und bremst besser ab als dieser hier mit 1,5. “

„Das ist eine neue Maschine, ein anderes System“, sagt er. „Und die Reifen, die da drauf sind, die nennt man Perelli Corsa. Aber die sind von vor vier Jahren.

Die sind einfach durch. “

„Ja, die ist gut“, sage ich nach ein paar weiteren Bremsungen. „Keine Frage, der Wagen ist schnell. Aber mit neuen Reifen wäre das eine ganz andere Nummer.

Wir fahren weiter, unterhalten uns über das kommende Rennen. Rovshan hat eine große Sache am Start: ein Duell gegen Felix auf einem Lamborghini STO. Auf dem Sochi-Ring. „Wer gewinnt deiner Meinung nach?

“, fragt er mich. „Der STO oder der GT3? “

„Auf der Strecke, auf einer Rennstrecke, würde ich auf den GT3 tippen“, sage ich. „Der hat die Technologie, die Aerodynamik, die Kurvenlage.

Auch wenn der STO mehr PS hat und leichter ist. Der GT3 fährt einfach überlegen in den Kurven. “

„Hmm, das sehe ich ähnlich“, nickt er. „Aber wir müssen das richtige Setup finden.

Und neue Reifen. “

Wir schauen uns an, was in der Werkstatt steht. Da ist der G-Monster-Wagen mit 1. 450 PS, umgebaut für 1.

500. Ein anderer hat 1. 800 PS. Rovshan erzählt stolz von den Rekordgeschwindigkeiten, die diese Autos erreicht haben.

„Dieser da hat die Meile mit über 370 Sachen genommen“, sagt er und zeigt auf eine schwarze Limousine. Ein paar andere Jungs aus der Crew schauen sich die Autos an. Sie staunen über die Rekordhalter. Wir reden über den Unterschied zwischen dem GT3 und einem Turbo S, die nebeneinander stehen.

„Die sehen fast gleich aus, aber sie sind total verschieden“, erklärt Rovshan. „Der eine ist ein Renntier, der andere ein Straßenbolide. “

Dann kommt die Sprache auf das Fahrverhalten. „Bei der Beschleunigung, diese G-Kräfte“, sage ich.

„Das ist ein Erlebnis. Der zieht durch alle Gänge wie eine Rakete. “

„Ja, das ist eine Rakete“, lacht er. „Und die Bremsen, die haben wir jetzt eingestellt.

Die greifen jetzt perfekt. “

Ich wische mir über die Stirn. „Das war echt ein Erlebnis“, sage ich. „Ich bin froh, dass wir das gemacht haben.

„Ja, und wir haben noch einiges vor“, sagt Rovshan und schaut auf seine Uhr. „Wir müssen noch den neuen Motorblock abholen. “

„Der neue Block? “, frage ich.

„Ja, der ist mit einer Spezialbehandlung und Zylinderlaufbuchsen versehen. Der wird für das große Rennen eingebaut. “

Wir fahren zurück zur Werkstatt. Ich steige aus und strecke mich.

„Das war ein gutes Testprogramm“, sage ich. „Jetzt weiß ich, woran wir sind. “

„Genau“, sagt Rovshan. „Und beim nächsten Mal, mit den neuen Reifen, wird es noch besser.

Die anderen Jungs stehen noch bei den Autos. Einer sagt etwas über eine seltsame Farbe an der Karosserie. „Riech mal, das riecht nach verbranntem Gummi“, meint einer. „Das ist das neue Reifenpaar, das wir gerade eingebaut haben.

Das passt schon. “

Wir gehen rein, lassen die Autos hinter uns. Das Testfahren ist abgeschlossen. Das Rennen steht bevor, die Vorbereitungen laufen.

Die Stimmung ist gut, die Vorfreude ist greifbar. Die nächste Ausfahrt wird mit frischen Reifen sicher noch beeindruckender.