Ich hatte Pasta mit Rucola und Parmesan gekocht, ihr Lieblingsessen, den Wein geöffnet und die Kerzen angezündet,die sie mir zum Geburtstag geschenkt hatte. Um 20 Uhr war alles fertig. Um 22:17…

Ich hatte Pasta mit Rucola und Parmesan gekocht, ihr Lieblingsessen, den Wein geöffnet und die Kerzen angezündet,die sie mir zum Geburtstag geschenkt hatte. Um 20 Uhr war alles fertig. Um 22:17...

Am 4. März ̈rz 2023 saß ich um 22:17 Uhr allein in unserer Wohnung in der Rotebühlstraße und las einen Satz, den Leoni mir geschrieben hatte. „Du bist nicht meine Priorität, Markus. Du bist eine Option.

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“ Ich hatte den ganzen Abend gekocht. Pasta mit Rucola und Parmesan, ihr Lieblingsessen. Ich hatte Wein geöffnet, Kerzen angezündet, die sie mir zum Geburtstag geschenkt hatte. Wir hatten sie nie benutzt.

Um 20 Uhr war das Essen fertig. Um 21:30 war sie immer noch nicht da. Ich schrieb: „Bist du unterwegs? “ Um 22:17 kam ihre Antwort.

Meine erste Reaktion war keine Wut und kein Weinen. Ich saß am Küchentisch, löschte die Kerzen, räumte ab und tat dann nichts. Nur eine sehr ruhige, sehr klare Stille. Trotzdem muss ich zurückgehen.

Zum Anfang, um zu verstehen, wie ich hierhergekommen bin. . Leoni und ich lernten uns im September ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz ̈rz ̈rz ̈rz̈rz2021 auf einer Vernissage in der Kunstakademie Stuttgart kennen. Ein gemeinsamer Bekannter stellte uns vor.

Sie war Grafikdesignerin, selbstständig, kreativ, und sie hatte diese Art Dinge zu sagen, als wäre jeder Satz bereits eine fertige Idee. Wir redeten zwei Stunden über Architektur, über schlechte Ausstellungen, über die beste Pizzeria in Stuttgartmitte. Drei Wochen später waren wir ein Paar, oder so nannte ich es zumindest. Im ersten halben Jahr war es schön, echt schön.

Wochenendbummel auf dem Wochenmarkt am Schillerplatz. Wanderungen rund um den Bobser. Abende bei ihr in Stuttgartwest, wo sie mir ihre Skizzenbücher zeigte und ich ihr zuhörte, wie sie über Farben sprach, als wären es Personen. .

Dann, ganz langsam, fing es an zu kippen. Im Frühjahr 2022 begann sie, Pläne zu verschieben. Nicht dramatisch, nicht laut, einfach oft. „Ich muss heute länger arbeiten.

“ „Ein Kunde hat kurzfristig etwas geändert. “ „Ich bin so müde. Können wir das auf nächste Woche verschieben? “ Ich verstand, dass Selbstständigkeit kein einfaches Leben ist.

Ich arbeitete selbst viel, also ließ ich es schleifen. Bis im August ̈rz ̈rz ̈rz2022. Leoni fuhr für ein Wochenende nach Berlin. Alleine, sagte sie.

Sie wolle sich eine Ausstellung im Hamburger Bahnhof anschauen und alte Freunde treffen. Kein Problem, dachte ich. Was ich nicht verstand, war das Foto. Ich sah es zufällig auf ihrer öffentlichen Instagramseite.

Sie mit einem Mann, den ich nicht kannte. Rafael Kern, stand in der Markierung. Sie lachten, Arme um die Schultern. Vertraut.

Sehr vertraut. Ich fragte sie abends per Anruf, wer das sei. „Ein Freund aus dem Studium. “ „Warum?

“ „Muss ich dir jeden Bekannten vorstellen? “ Ich ließ es ruhen, aber etwas in mir ließ es nicht ruhen. Oktober2022. Ihre Arbeitszeiten wurden unregelmäßiger.

Sie war manchmal bis 23 Uhr in ihrem Atelier. Manchmal kam sie nach Hause und ich merkte, dass sie bereits gegessen hatte, ohne mich zu fragen, ob ich auch Hunger hatte. Wir lebten seit Juni2022 zusammen. Ihre Idee.

Ich hatte zugestimmt, weil ich dachte, wir wären bereit. Aber in dieser gemeinsamen Wohnung begann ich mich einsamer zu fühlen als jemals zuvor. . An einem Dienstagabend, dem 18.

Oktober2022, versuchte ich ein Gespräch. Kein Vorwurf, keine Anklage. „Leoni, ich habe das Gefühl, wir verbringen kaum noch echte Zeit zusammen. Ich vermisse dich.

“ Sie sah mich kurz an. „Du bist so anhänglich. Ich brauche auch meinen Raum. “ Ich schluckte es herunter, aber ich vergaß es nicht.

Januar2023. Meine Kollegin Sandra Weiß hatte mich schon mehrmals gefragt, ob alles in Ordnung sei. Wir arbeiteten seit zwei Jahren zusammen bei Nexaris in Feingen. Sie kannte mich gut.

„Du siehst erschöpft aus“, sagte sie eines Mittags in der Kantine. „Alles gut“, sagte ich automatisch. „Markus. Ich kenne dich.

Das ist nicht alles gut. “ Also erzählte ich ihr nicht alles, aber genug. Sandra hörte zu, ohne mich zu unterbrechen. Dann sagte sie: „Ich glaube, sie behandelt dich so, weil sie weiß, dass du bleibst.

Du bist für sie sicher, und deshalb ist sie nicht wirklich präsent. “ Das traf mich härter als erwartet, weil es stimmte. Ich habe dann einen Versuch gemacht. Februar2023.

Ich reservierte einen Tisch im Restaurant Olivo in der Königstrasse, für den 17. Februar um 20 Uhr. Ich sagte Leoni eine Woche vorher Bescheid. Am Nachmittag schrieb sie mir: „Ich glaube, ich komme etwas später, vielleicht ̈rz21 Uhr.

Ich muss noch etwas fertig stellen. “ Ich saß um 20 Uhr alleine am Tisch. Um 21:14 Uhr kam sie, Handy in der Hand. Sie setzte sich hin, bestellte Wasser und schrieb weiter.

Ich sagte: „Könntest du das Handy kurz weglegen? “ Sie sah auf. „Ich bin gleich fertig. “ Sie war nicht gleich fertig.

Ich aß meinen Hauptgang schweigend. Und dann kam der 4. März2023. Ich hatte gekocht, ihr Lieblingsessen, Wein geöffnet, Kerzen angezündet.

Ich wartete. Sie schrieb mir, dass ich eine Option sei. Ich antwortete ihr nicht. Nicht an diesem Abend, nicht am nächsten Morgen.

Drei Tage später rief sie mich an. „Bist du sauer auf mich? “ „Nein“, sagte ich. „Dann warum meldest du dich nicht?

“ Ich holte Luft. „Weil ich aufgehört habe, eine Priorität für dich sein zu wollen, und damit aufgehört habe, eine Option zu sein. “ Stille am Telefon. „Das ist unfair, Markus.

“ „Was genau? “ Sie antwortete nicht sofort. „Ich dachte, wir verstehen uns. “ „Das dachte ich auch.

Aber du hast mir gerade erklärt, wie du Beziehungen erlebst. Also glaube ich dir. “ Ich legte auf. Am 12.

März2023 zog ich aus der Rotebühlstraße aus. Ich hatte bereits Ende Februar diskret eine möblierte Wohnung in Stuttgartmitte gefunden, über einen Bekannten von Sandra. Günstigerals erwartet. Klein, aber ruhig.

Leoni rief mich zweimal an diesem Tag an. Ich ging nicht dran. Am Abend schrieb sie: „Ich habe nicht gedacht, dass du das wirklich durchziehst. “ Ich antwortete: „Ich weiß.

“ Und sperrte sie. Die Wochen danach waren schwer, aber nicht aus dem Grund, den ich erwartet hatte. Es war nicht die Einsamkeit. Es war die Stille, die sich gut anfühlte.

Ich hatte so lange gespürt, dass etwas nicht stimmte. Diese Stille nach dem Ende war kein Schmerz. Sie war Erleichterung, leise und ruhig, wie wenn ein Geräusch, das man so lange gehört hat, dass man es nicht mehr hört, plötzlich aufhört. Sandra brachte mir an meinem ersten Wochenende in der neuen Wohnung Kuchen vorbei.

Zitronenkuchen vom Markt am Karlsplatz. Wir saßen am Fensterbrettund tranken Kaffee und redeten über nichts Wichtiges. „Wie fühlst du dich? “, fragte sie irgendwann.

„Ehrlicherals vorher“, sagte ich. Sie nickte. Das reichte. Im Mai2023 hörte ich über gemeinsame Bekannte, dass Leoni bereits jemand Neues kannte.

Rafael Kern, denselben, den ich auf dem Instagram-Foto gesehen hatte. Ich war nicht überrascht, nicht wütend. Ich dachte nur kurz daran, wie lange ich gewartet hatte, wie lange ich mich angepasst, zurückgehalten, erklärt hatte, und wie wenig das an den Grundlagen geändert hatte. Manche Menschen behandeln andere gut, weil sie es wollen.

Manche behandeln andere gut, solange es bequem ist. Der Unterschied ist riesig, und er zeigt sich immer irgendwann. Heute lebe ich alleine in Stuttgart Mitte. Ich arbeite gut, ich schlafe wieder gut.

Ich koche manchmal für Sandra und ihren Mann Tobias. Ich bin nicht auf der Suche. Ich lasse die Dinge kommen, wenn sie kommen wollen. Aber ich weiß jetzt etwas, das ich damals nicht wusste.

Wenn jemand dir sagt, du seist eine Option, glaub ihm. Nicht mit Groll, nicht mit Drama. Einfach glaub ihm und hör auf, um einen Platz zu kämpfen, der für dich nie wirklich reserviert war.