Der Vampir von Düsseldorf: Peter Kürten und die blutige Schreckensherrschaft in der Weimarer Republik

Der Vampir von Düsseldorf: Peter Kürten und die blutige Schreckensherrschaft in der Weimarer Republik

**Der Vampir von Düsseldorf: Peter Kürten und die blutige Schreckensherrschaft in der Weimarer Republik**

In den späten 1920er Jahren versetzte ein sadistischer Serienmörder die Stadt Düsseldorf und weite Teile Deutschlands in blankes Entsetzen. Mit Schere, Hammer und Messer tötete Peter Kürten mindestens neun Menschen – darunter Kinder, Frauen und Männer – und verübte zahlreiche weitere brutale Überfälle. Die Bestie von Düsseldorf, wie er genannt wurde, trank in manchen Fällen das Blut seiner Opfer und löste eine Hysterie aus, die an Jack the Ripper erinnerte. Erst durch puren Zufall konnte der Schrecken im Mai 1930 enden.

Peter Kürten – Wikipedia

Peter Kürten wurde am 26. Mai 1883 in Köln-Mülheim geboren, als drittältestes von 14 Kindern. Sein Vater war alkoholkrank und gewalttätig, missbrauchte die Kinder und wurde dafür verurteilt. Die Mutter soll versucht haben, den kleinen Peter als Baby zu töten. Schon früh zeigte Kürten sadistische Neigungen: Mit fünf Jahren beobachtete er das Ertränken von Hundewelpen, mit acht floh er von zu Hause. Als Kind quälte und tötete er Tiere, legte Brände und beging Diebstähle. Mit neun soll er angeblich zwei Jungen ertränkt haben – ein Geständnis, das nie vollständig bewiesen wurde. Mit 13 versuchte er nach eigenen Angaben, ein Schaf zu vergewaltigen und tötete es.

Seine Jugend und sein Erwachsenenleben waren geprägt von Kriminalität. Immer wieder landete er im Gefängnis wegen Einbrüchen, Diebstählen, Körperverletzungen und sexuellen Übergriffen. Insgesamt verbrachte er mehr als 20 Jahre hinter Gittern. 1921 lernte er Auguste Scharf kennen, eine Frau mit eigener dunkler Vergangenheit. Sie heirateten 1923 und zogen 1925 nach Düsseldorf. Nach außen gab Kürten den charmanten, gepflegten Ehemann, der seine Frau zur Arbeit brachte und abholte. Niemand ahnte, welches Monster sich hinter der freundlichen Fassade verbarg.

Peter Kürten, được biết đến với biệt danh Ma cà rồng của Düsseldorf | | The A

Ab 1929 eskalierte die Gewalt. Kürten überfiel wahllos Menschen, oft spontan mit Werkzeugen aus der Tasche. Am 9. Februar 1929 ermordete er die neunjährige Rosa Ohlinger mit zahlreichen Stichen einer Schere. Wenige Tage später tötete er den 54-jährigen Rudolf Scheer. Im August starb die 20-jährige Maria Hahn, deren Blut er trank. Besonders grausam waren die Morde an den Kindern Luise Lenzen (13) und Gertrud Hamacher (5) sowie an der fünfjährigen Gertrud Albermann. Er lockte sie unter Vorwänden an abgelegene Orte, missbrauchte und metzelte sie nieder. Viele Überlebende beschrieben einen höflichen, unauffälligen Mann, der Vertrauen aufbaute.

Die Polizei stand unter enormem Druck. Tausende Hinweise gingen ein, Bürgerwehren patrouillierten nachts, die Bevölkerung lebte in Angst. Kürten selbst schickte Skizzen der Fundorte an Zeitungen und genoss die Panik. Am 24. Mai 1930 wurde er durch Zufall gefasst: Eine Überlebende, Maria Budlies, erzählte einer Freundin von dem Überfall. Der Brief landete bei der falschen Adresse und führte die Polizei zu Kürten. Bei seiner Verhaftung sagte er kühl: „Da habt ihr aber lange gebraucht.“

Im Prozess 1931 gestand er umfassend. Er wurde wegen neun Morden und zahlreicher weiterer Taten zum Tode verurteilt. Am 2. Juli 1931 wurde Peter Kürten in Köln mit dem Fallbeil hingerichtet. Seine letzten Worte drehten sich um die makabere Vorstellung, sein Blut strömen zu hören. Sein Kopf wurde für wissenschaftliche Untersuchungen aufbewahrt und landete später in einem Kuriositätenmuseum in den USA.

Der Fall Kürten inspirierte Fritz Langs Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ und sogar Stephen King. Er steht bis heute für die Abgründe der menschlichen Seele und das Versagen von Behörden in einer zerrissenen Zeit. In Düsseldorf mahnt er an die Zerbrechlichkeit der Sicherheit – und an die Gefahr, die sich hinter einer harmlosen Fassade verbergen kann. (ca. 505 Wörter)