Vom Mörder in den Tod gelockt – Margaret Martin: Ein brutaler Mord, der bis heute ungesühnt bleibt

Vom Mörder in den Tod gelockt – Margaret Martin: Ein brutaler Mord, der bis heute ungesühnt bleibt

Am 17. Dezember 1938 verschwand die 19-jährige Margaret Martin spurlos. Sie wollte nur zu einem Vorstellungsgespräch – und wurde nie wieder lebend gesehen. Ihr grausamer Mord erschütterte das Wyoming Valley in Pennsylvania und blieb bis heute ungelöst.

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Margaret Martin war eine fleißige, schüchterne junge Frau aus Kingston. Sie stammte aus einer angesehenen Familie und hatte gerade ihr Abschlusszeugnis am Wilkes-Barre Business College mit Auszeichnung erhalten. Sie träumte von einer eigenen Zukunft als Sekretärin, von Unabhängigkeit und einem besseren Leben.

An jenem Samstagvormittag erhielt sie einen Anruf. Ein Mann stellte sich als Versicherungsagent vor, der neu in der Stadt sei und eine Sekretärin suche. Er habe ihre Nummer vom College bekommen. Margaret war begeistert. Sie vereinbarte ein Treffen am Kingston Corners und verließ gegen 9:30 Uhr ihr Elternhaus. Sie versprach, den potenziellen Arbeitgeber gleich mit nach Hause zu bringen. Es war das letzte Mal, dass ihre Familie sie lebend sah.

Zeugen beobachteten, wie Margaret in einen braunen Plymouth oder eine schwarze Limousine stieg. Am Steuer saß ein etwa 25 bis 30 Jahre alter, schlanker Mann mit sandfarbenem Haar. Danach verschwand sie. Die Eltern meldeten sie abends als vermisst. Die Polizei suchte sofort, fand aber keine Spur.

Margaret Martin — Calisphere

Vier Tage später, am 21. Dezember, machten zwei junge Fallensteller eine grausige Entdeckung am Killersburg Creek, etwa 20 Kilometer entfernt. In einem Leinensack im eiskalten Wasser lag Margarets nackte, verstümmelte Leiche. Sie war gefesselt, gefoltert, vergewaltigt und erschlagen worden. Die Autopsie ergab schwere Stich- und Schlagverletzungen. In einer verlassenen Sägemühle fand die Polizei Blutspuren und verbrannte Kleidungsreste – der wahrscheinliche Tatort.

Der Mörder hatte Margaret mit einem Vorstellungsgespräch in die Falle gelockt. Er kannte offenbar die Gegend gut. Die Polizei jagte ein Phantom. Es gab keine brauchbaren Spuren, keine DNA, keine Zeugen. Die Ermittlungen zogen sich über Jahre hin. Verdächtige – ein Bestatter, ein Hilfspfarrer, ein Lehrer – erwiesen sich als Sackgassen. Ein falsches Geständnis 1942 führte ebenfalls ins Nichts.

Margaret Martin wurde am 24. Dezember 1938 beerdigt. Hunderte Trauergäste kamen. Ihr Mörder blieb unerkannt. Bis heute ist der Fall einer der bekanntesten Cold Cases in Pennsylvania. Eine Gedenkplakette am Fundort erinnert an das schüchterne Mädchen mit den großen Träumen, das brutal aus dem Leben gerissen wurde.

Der Mord an Margaret Martin steht für die Schrecken einer Zeit, in der junge Frauen noch arglos auf Jobangebote reagierten. Er zeigt die Hilflosigkeit der damaligen Ermittlungsbehörden und die Brutalität eines unbekannten Täters. Über 85 Jahre später wartet die Familie immer noch auf Gerechtigkeit. Ein Verbrechen, das nie vergessen wurde – und bis heute ungesühnt bleibt.