Golden Girls (1985) – 15 seltsame Fakten, die du nicht wusstest!

Golden Girls (1985) – 15 seltsame Fakten, die du nicht wusstest!

Die Fassade des pastellfarbenen Hauses in Miami, in dem vier Frauen über Käsekuchen die Höhen und Tiefen des Lebens besprachen, verbirgt eine Geschichte, die so skurril ist wie die Charaktere selbst. Wie eine kürzlich veröffentlichte Analyse zeigt, begann eine der beliebtesten Sitcoms der Fernsehgeschichte, „Golden Girls“, als kompletter Unfall, ein improvisierter Witz über eine völlig andere Serie.

Im Jahr 1924, als NBC sich auf die Herbstsaison vorbereitete, wurden die Schauspielerinnen Selma Diamond und Doris Roberts eingeladen, das Programm des Netzwerks zu präsentieren. Während eines improvisierten Sketches taten sie so, als würden sie die raue Krimiserie „Miami Vice“ nicht verstehen, und beschrieben stattdessen scherzhaft eine Show namens „Miami Nice“, in der ältere Rentner in Florida Karten spielen und am Strand in Nerzmänteln faulenzen. Das Publikum war begeistert, und NBC-Manager Brandon Tartikoff war von der absurden Idee einer Show über Senioren so fasziniert, dass er beschloss, daraus eine echte Serie zu machen.

Der Arbeitstitel „Miami Nice“ wurde jedoch schnell verworfen, um Verwechslungen mit „Miami Vice“ zu vermeiden, und die Show erhielt den Namen „Golden Girls“.

Eine der bizarrsten Besetzungssituationen der Fernsehgeschichte betrifft das Mutter-Tochter-Gespann der Serie. Estelle Getty, die die scharfsinnige sizilianische Mutter Sophia Petrillo spielte, war bei der Premiere der Show 62 Jahre alt, während Bea Arthur, die ihre Tochter Dorothy Zbornak darstellte, zu diesem Zeitpunkt bereits 63 Jahre alt war. Getty spielte nicht nur eine Figur, die fast 20 Jahre älter war als sie selbst, sondern war auch ein ganzes Jahr jünger als die Frau, die ihre Bildschirmtochter sein sollte.

Die Verwandlung erforderte täglich 45 Minuten im Make-up-Stuhl, wo Prothesen und Altersschminke aufgetragen wurden, um die Illusion einer 80-jährigen Frau zu schaffen. Gettys natürliches Haar war noch dunkel, sodass eine graue Perücke die Illusion vollendete. Ursprünglich hielten die Produzenten Getty für viel zu jung für die Rolle, doch nach einem zweiten Vorsprechen mit Perücke und Make-up erkannten sie ihr Potenzial.

Bea Arthur, bekannt für ihren starken Willen, ließ eine ungewöhnliche Klausel in ihren Vertrag aufnehmen: Sie durfte zwischen den Takes und während der Proben barfuß über das Set laufen. Diese Abneigung gegen Schuhe war so intensiv, dass sie die Produzenten nicht verklagen durfte, falls sie sich dabei verletzte. Arthurs Sohn bestätigte später, dass diese Eigenheit auch im Alltag ihrer Mutter weit über das Set hinausreichte.

Neben Schuhen hegte Arthur auch eine leidenschaftliche Abneigung gegen Vögel und Kaugummi, was die Crew schnell lernte, in ihrer Gegenwart zu vermeiden.

Die ikonische Küche, in der die Frauen ihre nächtlichen Gespräche über Käsekuchen führten, hätte eigentlich gar nicht existieren dürfen. Ursprünglich war im Pilotdrehbuch keine Küche vorgesehen. Die kurzfristige Ergänzung zwang den Set-Designer, ein bestehendes Set aus einer anderen Sitcom zu recyceln, was zu logistischen Albträumen führte.

Die Küche hatte keinen funktionierenden Ofen, sodass die Schauspielerinnen beim Herausnehmen von Essen nur einen leeren Schrank öffneten. Zudem machte die Hinzufügung der Küche den Grundriss des Hauses völlig unsinnig: Roses Schlafzimmer wäre technisch gesehen im Hinterhof gewesen, und die Lage der Garage blieb ein Rätsel.

Lange bevor George Clooney zum Superstar wurde, nahm er 1987 einen Gastauftritt in „Golden Girls“ an, um seine Krankenversicherung zu behalten. Er spielte einen Undercover-Detektiv und verdiente damit genug Geld, um die Mindestanforderungen für die Screen Actors Guild zu erfüllen. Jahre später erinnerte sich Clooney an die Erfahrung, lobte Betty White als einen Segen und beschrieb Bea Arthur als die lustigste Person der Welt mit einem schmutzigen Humor.

Die Besetzung der Hauptrollen war ursprünglich ganz anders geplant. Die Produzenten wollten Betty White als die männerverrückte Blanche Devereaux und Rue McClanahan als die naive Rose Nylund besetzen, basierend auf ihren vorherigen Rollen. Doch beide Schauspielerinnen fürchteten, in Schubladen gesteckt zu werden, und baten um einen Rollentausch.

White wollte Rose spielen, um nicht nur als sexuell verführerisch wahrgenommen zu werden, während McClanahan begierig war, die gewagtere Rolle der Blanche zu übernehmen. Dieser Wechsel überzeugte Bea Arthur, der Show beizutreten, die zunächst gezögert hatte, da sie eine zu große Ähnlichkeit mit ihrer vorherigen Arbeit befürchtete.

Estelle Gettys charakteristische Korbtasche, die Sophia stets trug, wurde nie von der Requisitenabteilung gestellt. Getty entdeckte sie in einem Secondhandladen in Los Angeles, bevor sie zum Vorsprechen ging, und die Produzenten waren von ihrem Fund begeistert. Die Tasche diente jedoch einem viel wichtigeren Zweck: Getty litt unter lähmendem Lampenfieber, und da ihre Gedächtnisprobleme aufgrund der Angst schlimmer wurden, schrieb sie ihre Texte direkt auf die Tasche und andere Requisiten, um durch die Szenen zu kommen.

Prinzessin Diana und Freddie Mercury, der legendäre Sänger von Queen, verband eine gemeinsame Liebe zu „Golden Girls“. Laut einem Buch der britischen Komikerin Clio Rocos trafen sich die beiden in Mercurys Haus, tranken Champagner und schauten Wiederholungen der Show. Sie schalteten den Ton jedoch komplett aus und improvisierten eigene, viel schlüpfrigere Dialoge für die Charaktere.

Sie wechselten sich ab, um den Figuren Stimmen zu geben, und schufen so absurde und unangemessene Szenarien, dass sie hysterisch über ihre eigene improvisierte Komödie lachten.

Königin Elizabeth, die Königinmutter, war ein großer Fan der Serie und stellte eine persönliche Anfrage, dass die Besetzung nach London reisen sollte, um während der Royal Variety Performance 1988 aufzutreten. Die vier Schauspielerinnen flogen nach London und führten einen siebenminütigen Sketch vor der königlichen Familie auf. Um die königlichen Gastgeber nicht zu beleidigen, entschärften sie einige der schlüpfrigeren Witze, doch der Sketch sorgte dennoch für große Lacher, insbesondere als Sophia einen klassischen Spruch über Blanche brachte.

Dorothys auffällige Ohrringe waren ein Markenzeichen der Show, doch kein einziges Paar war durchgestochen. Bea Arthur ließ sich nie die Ohren piercen, sodass die Stylistin sorgfältig nur Clip-on-Ohrringe auswählen musste. Arthur gab offen zu, dass ihre Ohren am Ende jedes Drehtages völlig taub waren, aufgrund des ständigen Drucks der Clips.

Trotz der Schmerzen trug sie die Ohrringe, um Dorothys dramatischen Look zu kreieren.

Eine Episode der dritten Staffel mit dem Titel „Mixed Blessings“ wurde 2020 vorübergehend von Hulu entfernt, weil ein Moment mit Gesichtsmasken fälschlicherweise als Blackface interpretiert wurde. In der Szene treten Blanche und Rose mit dunklen Schlammmasken aus der Küche, während Rose sagt: „Wir sind nicht schwarz.“ Nach Klarstellung durch Medien, dass es sich um eine einfache Schönheitsbehandlung handelte, stellte Hulu die Episode wieder zur Verfügung.