„Peter van Eyck: 38 Jahre in vier Uniformen — nur nicht in der des Friedens”

„Peter van Eyck: 38 Jahre in vier Uniformen — nur nicht in der des Friedens"

Im Herbst 1961 stand ein Deutscher in der Normandie am Strand, und es war kaum zu glauben, dass dieser Mann nicht nur die Uniform eines Wehrmachtsoffiziers trug, sondern auch eine komplexe Geschichte hinter sich hatte. Peter van Eik, ein Mann mit Wurzeln in Deutschland und Amerika, war ein Schauspieler, der in Hollywood für seine Rollen als deutscher Soldat bekannt wurde.

Die Geschichte von Peter beginnt im Jahr 1913 in Steinwehr, Hinterpommern. Als Sohn eines kaiserlichen Ökonomiedirektors wuchs er in einer Zeit auf, in der sein Vater die Nazis verachtete. Emil Eik hatte bereits früh erkannt, was auf Deutschland zukommen würde, und wollte, dass sein Sohn einen anderen Weg einschlägt.

Peter, der später den Namen van Eik in Hollywood annahm, entschied sich für die Musik und verließ das Elternhaus, um in Berlin zu studieren.

In den 1930er Jahren zog es ihn nach Paris, London und schließlich nach New York, wo er als Barpianist arbeitete und sich in die amerikanische Kultur integrierte. 1940 heiratete er die Schauspielerin Ruth Ford, und ein Jahr später wurde ihre Tochter Shelly geboren. Doch das Leben in Hollywood war nicht ohne Herausforderungen.

Als er 1942 nach Hollywood zog, begann er, in Filmen als deutscher Soldat zu spielen, was ihm eine gewisse Berühmtheit einbrachte.

Zwischen 1943 und 1944 spielte Peter van Eik neun Rollen als deutscher Soldat, während sein Bruder in Deutschland im Krieg verwundet wurde. Laut Berichten war Peter jedoch nicht nur ein Schauspieler; er wurde 1943 amerikanischer Staatsbürger und meldete sich ein Jahr später zur US-Armee. Seine Zeit in der Army führte ihn nach Europa, wo er als Leutnant in der Verhörabteilung diente.

Nach dem Krieg kehrte Peter nach Deutschland zurück, wo er in der Filmindustrie arbeitete und eine neue Karriere als gefragter Schauspieler startete. Doch die Schatten seiner Vergangenheit blieben nicht aus. 1961, 17 Jahre nach dem Ende des Krieges, wurde er erneut in die Uniform eines Wehrmachtsoffiziers gesteckt, um in einem internationalen Antikriegsfilm zu spielen.

Dies war ein Moment, der ihn mit seiner Vergangenheit konfrontierte und Fragen aufwarf, die nie ganz beantwortet werden konnten.

Sein Leben nahm eine tragische Wendung, als er 1969 in einer Schweizer Klinik starb, nur einen Tag vor seinem 56. Geburtstag. Die Umstände seines Todes waren bescheiden – eine Blutvergiftung, die von einer kleinen Verletzung herrührte.

Auf seinem Grabstein in St. Margreten steht der Name Götz Peter van Eik, und darunter drei Zeilen eines Gedichts, dessen Herkunft unklar bleibt.

Die Frage bleibt: Wer hat die letzten Worte für ihn gewählt und warum? Die Uniform des Friedens, die er nie trug, bleibt ein unerfüllter Teil seiner Geschichte.