Die Wüste Libyens glühte unter der unbarmherzigen Sonne, als am 26. Mai 1942 die Panzer der Achsenmächte gegen eine der unwahrscheinlichsten Festungen des Zweiten Weltkriegs anrollten. Niemand, nicht einmal der gefeierte Wüstenfuchs Erwin Rommel, rechnete damit, dass eine kleine Brigade freier Franzosen seinen gesamten Feldzug zum Scheitern bringen könnte. Doch genau das geschah in den folgenden sechzehn Tagen, als die Männer von General Marie-Pierre König an einem verlassenen Wüstenposten namens Bir Hakeim eine Schlacht schlugen, die den Lauf der Geschichte veränderte.
Der nordafrikanische Kriegsschauplatz stand im Frühjahr 1942 an einem entscheidenden Wendepunkt. Generaloberst Erwin Rommel, den die alliierte Presse bereits den Wüstenfuchs nannte, bereitete mit seiner Panzerarmee Afrika einen Großangriff vor. Sein Ziel war es, die britische Gazala-Linie zu durchbrechen, den Hafen von Tobruk zu erobern und anschließend nach Ägypten vorzustoßen. Der Suezkanal, die Lebensader des britischen Empire, schien in greifbarer Nähe.
Seit Anfang des Jahres hatte der afrikanische Kontinent erbitterte Kämpfe zwischen den Achsenmächten und den Briten erlebt. Italien, das in Libyen eine Kolonialmacht war, strebte nach der Eroberung Ägyptens. Als die Italiener von den Briten überrannt wurden, entsandte Berlin Verstärkung. Rommel übernahm das Kommando des Afrikakorps und startete seine erste Offensive. Es folgten Monate wechselnder Vorstöße und Rückzüge.
Ende 1941 eroberten die Briten in der Operation Crusader die Cyrenaika zurück. Doch Rommel reorganisierte seine Kräfte und schlug im Januar 1942 erneut zu. Binnen weniger Wochen drängte er die achte Armee zurück. Die Front stabilisierte sich an der Gazala-Linie, einer rund sechzig Kilometer langen Verteidigungslinie, die sich von der Mittelmeerküste bei Gazala nach Süden bis zu einem verlassenen Wüstenposten namens Bir Hakeim erstreckte.
Die Gazala-Linie war keine durchgehende Verteidigungsstellung im klassischen Sinne, sondern eine Kette isolierter Stützpunkte, sogenannter Boxen. Jede Box wurde von einer Brigade gehalten. Zwischen ihnen lagen ausgedehnte Minenfelder. Panzerreserven standen im Hinterland bereit. Das Konzept sollte Rommels bevorzugte Taktik, die schnelle Umfassung, verhindern.
Am südlichen Ende dieser Linie, am weitesten von jeder Unterstützung entfernt, lag Bir Hakeim. Der Name bedeutet auf Arabisch Brunnen des Weisen. Doch die Brunnen waren seit langem versiegt. Was blieb, waren die Ruinen eines osmanischen Forts und eines ehemaligen italienischen Kamelreiterpostens, umgeben von endloser Wüste aus Sand, Geröll und Dornengestrüpp.
Die Bedingungen waren extrem. Tagsüber stiegen die Temperaturen über vierzig Grad, nachts fielen sie empfindlich ab. Sandstürme und Fliegen machten den Aufenthalt zur Qual. Es war der abgelegenste, unwirtlichste Abschnitt der gesamten Gazala-Linie.
Mitte Februar 1942 bezog die erste freie französische Brigade unter dem Kommando von Brigadegeneral Marie-Pierre König die Stellung. König war vierundvierzig Jahre alt, ein Veteran des Ersten Weltkriegs, ein erfahrener Kolonialoffizier und ein Mann von bemerkenswerter Härte. Er hatte in Marokko mit der Fremdenlegion gedient, in Norwegen und in Syrien gekämpft.
Nun stand er vor der Aufgabe, eine offene Wüstenposition gegen eine der schlagkräftigsten Armeen der Welt zu verteidigen. Seine Brigade war eine bemerkenswerte Truppe. Rund 3700 Mann, zusammengesetzt aus Einheiten, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Das Rückgrat bildeten zwei Bataillone der 13. Halbbrigade der Fremdenlegion, einer Einheit, die bereits in Norwegen und im Nahen Osten gekämpft hatte.
Ihre Legionäre stammten aus über zwanzig Nationen. Darunter waren Flüchtlinge aus dem von den Nationalsozialisten besetzten Osteuropa, spanische Republikaner, die nach dem Bürgerkrieg in die Legion eingetreten waren, und Freiwillige aus aller Welt. Kommandiert wurde das Legionskontingent von Oberstleutnant Dimitri Amilakvari, einem georgischen Aristokraten, dessen Familie nach der sowjetischen Besetzung Georgiens 1921 nach Frankreich geflohen war.
Amilakvari hatte die Militärakademie Saint-Cyr durchlaufen und galt als einer der fähigsten Offiziere des freien Frankreich. Neben der Fremdenlegion umfasste Königs Brigade Marineinfanteristen, ein Pazifikbataillon mit Soldaten aus Neukaledonien und Tahiti, ein Marschbataillon aus Ubangi-Shari im heutigen Zentralafrika sowie Schützen aus Senegal und Madagaskar. Hinzu kamen Pioniere, Artilleristen und eine britische Flugabwehrbatterie mit Bofors-Geschützen.
Diese Männer verband ein gemeinsames Ziel. Sie wollten beweisen, dass Frankreich nach der Kapitulation von 1940 nicht aufgehört hatte zu kämpfen. König nutzte die drei Monate bis zum erwarteten Angriff konsequent. Die Legionäre, die in der Vorkriegszeit im französischen Nordafrika Straßen, Brücken und Festungen gebaut hatten, setzten ihre Erfahrung nun militärisch ein.
Sie hoben konzentrische Grabensysteme aus, errichteten unterirdische Gefechtsstände und tarnten Artilleriestellungen in tiefen Sandgruben, die aus der Luft kaum zu erkennen waren. 50.000 Minen wurden rings um die Stellung verlegt. Diese Minenfelder bildeten ein V-förmiges Muster, das angreifende Fahrzeuge in vorbereitete Feuerzonen lenkte.
Fünfundsiebzig Millimeter Feldgeschütze, zweiundsechzig Panzerabwehrkanonen verschiedener Kaliber und vierundvierzig Mörser bildeten das Feuergerüst der Verteidigung. Dazu kamen achtzehn Bofors-Flugabwehrkanonen und rund sechzig leichte Bren-Carrier-Fahrzeuge für Aufklärungs- und Störeinsätze. Ende Mai 1942 war Rommel bereit.
Ihm standen rund 90.000 Mann zur Verfügung, 50.000 Deutsche und 40.000 Italiener, unterstützt von 560 Panzern und über 500 Flugzeugen. Auf britischer Seite verfügte die achte Armee unter Generalleutnant Neil Ritchie über rund 110.000 Mann und 840 Panzer. Die zahlenmäßige Überlegenheit der Briten täuschte jedoch über deren taktische Schwächen hinweg. Ritchie war ein Stabsoffizier mit wenig Fronterfahrung, und die britischen Panzerverbände waren über eine zu breite Front verteilt.
Rommels Plan war kühn. Am 26. Mai starteten italienische Verbände einen Ablenkungsangriff im Norden und in der Mitte der Gazala-Linie. Währenddessen führte Rommel persönlich den Hauptstoß mit der 15. und 21. Panzerdivision, der 90. leichten Division und der italienischen Panzerdivision Ariete. Er umging die Gazala-Linie im Süden, fuhr an Bir Hakeim vorbei und stieß nach Norden vor.
Sein Ziel war es, der achten Armee in den Rücken zu fallen. Die Einnahme von Bir Hakeim überließ er den Italienern der Ariete-Division. Er hielt sie für eine Formalität, die innerhalb weniger Stunden erledigt sein würde. Es war eine folgenschwere Fehleinschätzung.
Am Morgen des 27. Mai rückte das Panzerregiment der Ariete-Division mit seinen M13/40-Panzern von Südosten gegen Bir Hakeim vor. Die italienischen Panzerbesatzungen kämpften tapfer, doch ihre Fahrzeuge waren veraltet und den Verteidigungsanlagen nicht gewachsen. Die erste Angriffswelle fuhr direkt in die französischen Minenfelder. Panzer blieben liegen.
Die wenigen Fahrzeuge, die durch die Sperren brachen, wurden von den 75-Millimeter-Geschützen im Direktbeschuss zerstört. Nur sechs italienische Panzer erreichten die französischen Linien, wo sie sofort ausgeschaltet wurden. Die Ariete verlor bei diesem ersten Angriff über dreißig Panzer und erlitt 124 Mann Verluste. Nach weniger als einer Stunde war der Angriff zusammengebrochen.
Rommel, der bereits weiter nördlich operierte, erfuhr von diesem Rückschlag. Bir Hakeim sollte längst gefallen sein. Stattdessen kontrollierte die französische Brigade weiterhin den südlichen Eckpfeiler der Gazala-Linie und bedrohte seine Nachschublinien. Französische Aufklärungseinheiten auf Bren-Carriern griffen Versorgungskonvois und versprengte Trupps an. Die Stellung war ein Stachel in Rommels Flanke, den er nicht ignorieren konnte.
In den folgenden Tagen verschärfte sich die Lage für beide Seiten. Rommel stieß zwar nach Norden vor, traf dort aber auf stärkeren britischen Widerstand als erwartet. Gleichzeitig band Bir Hakeim weiterhin Kräfte, die er dringend für seinen Hauptangriff benötigte. Die französische Garnison nutzte jede Gelegenheit, die Achsenmächte zu stören.
Am 2. Juni erschienen zwei italienische Offiziere vor den Linien des zweiten Fremdenlegionsbataillons. Sie überbrachten ein Ultimatum. General König lehnte die Kapitulationsforderung ab. Was folgte, war eine Belagerung von beispielloser Intensität. Deutsche und italienische Artillerie eröffnete ein massives Bombardement.
Über viertausend Granaten im Kaliber von 105 bis 220 Millimetern schlugen in die französischen Stellungen ein. Die Sturzkampfbomber der Luftwaffe, die gefürchteten Stukas, flogen über 120 Angriffswellen gegen Bir Hakeim. Doch die Stellungen waren so tief eingegraben und so gut getarnt, dass die Bomben überraschend wenig Wirkung zeigten.

Rommel erkannte, dass er die Stellung nicht einfach umgehen konnte. Er zog Teile der 90. leichten Division und die italienische Division Trieste aus dem Norden ab und warf sie gegen Bir Hakeim. Zusätzlich setzte er Pioniereinheiten ein, um Gassen durch die französischen Minenfelder zu räumen. Tag für Tag wiederholten sich die Angriffe, unterstützt von Artilleriefeuer und Luftangriffen. Die Franzosen schlugen jeden Vorstoß zurück.
Die Verteidiger kämpften unter extremen Bedingungen. Wasser wurde auf wenige Schlucke pro Mann und Tag rationiert. Die Hitze war unerträglich. Die ständigen Bombardements zermürbten die Nerven. Munition wurde knapp. Am 30. Mai verschärfte sich die Lage zusätzlich, als 620 Soldaten der dritten indischen motorisierten Brigade die Stellung erreichten.
Die Inder waren von den Achsenmächten gefangen genommen und dann in der Wüste freigelassen worden. Zusammen mit den bereits vorhandenen 243 Kriegsgefangenen belasteten sie die ohnehin knappen Wasservorräte erheblich. Doch die Moral der Franzosen hielt. Die britische Royal Air Force flog Unterstützungseinsätze und griff die Belagerungstruppen an.
General König sendete eine berühmt gewordene Funknachricht an die Piloten: Bravo! Merci pour la RAF. Merci pour le sport. Vom 8. bis zum 10. Juni erreichten die Angriffe ihren Höhepunkt. Rommel selbst übernahm die Leitung der Operationen gegen Bir Hakeim. Am 10. Juni flog die Luftwaffe den schwersten Angriff der gesamten Belagerung.
Einhundert Stukas warfen rund 130 Tonnen Bomben auf die Stellung. Die letzten Munitionsvorräte wurden verteilt. Selbst die Gefallenen wurden nach Patronen durchsucht. Die französische Artillerie verfügte nur noch über 200 Schuss für die 75-Millimeter-Geschütze und 700 Mörsergranaten. Rommel prognostizierte, dass Bir Hakeim am nächsten Tag fallen würde.
Doch er weigerte sich, seine Panzer durch die Minenfelder zu schicken, da er zu hohe Verluste befürchtete. Diese Entscheidung gab König die entscheidenden Stunden. Am selben Tag traf ein Telegramm von General Charles de Gaulle ein: Sie sollten wissen und ihren Truppen sagen, dass ganz Frankreich auf sie schaut und dass sie dessen ganzer Stolz sind.
Die britische Führung erteilte schließlich die Genehmigung zum Ausbruch. In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni begann die Evakuierung. Pioniere räumten Gassen durch die Minenfelder an der Westseite der Festung. Schweres Gerät wurde zerstört, damit es dem Feind nicht in die Hände fiel. Zwei Kompanien blieben als Nachhut zurück, um den Rückzug zu decken.
Unter dem Schutz der Dunkelheit brach die Brigade durch die deutsch-italienischen Linien. Die Kolonne geriet unter schweres Artilleriefeuer und Maschinengewehrbeschuss. Deutsche Scheinwerfer tasteten die Wüste ab. Leuchtgranaten erhellten den Nachthimmel. In der Verwirrung wichen einige Fahrzeuge von den geräumten Pfaden ab und fuhren in Minenfelder.
Detonationen zerissen die Nacht. Es gab schwere Verluste, doch der Großteil der Brigade erreichte gegen vier Uhr morgens die britischen Linien. Am Steuer von Königs Dienstwagen saß Susan Travers, eine Engländerin, die als Fahrerin und Krankenschwester diente und die als einzige Frau jemals offiziell in die Fremdenlegion aufgenommen werden sollte.
Von den ursprünglich 3700 Verteidigern durchbrachen rund 2700 den Ring. 1000 Mann gingen als Verluste in die Statistik ein, darunter 500 Schwerverwundete, die in der Stellung zurückgelassen werden mussten. Auf Seiten der Achsenmächte betrugen die Verluste rund 3300 Mann an Toten und Verwundeten, dazu 227 Gefangene, 164 zerstörte Fahrzeuge und 49 abgeschossene Flugzeuge.
Ein bemerkenswertes Detail am Rande der Schlacht betraf den Umgang mit Gefangenen. Hitler hatte befohlen, gefangene deutsche politische Flüchtlinge, die in der Fremdenlegion dienten, zu erschießen. Rommel ignorierte diesen Befehl. Unter den bei Bir Hakeim gemachten Gefangenen waren letztlich nur zehn Prozent Franzosen. Der Rest stammte aus den Kolonialeinheiten und der Legion.
Die strategischen Folgen der Verteidigung von Bir Hakeim reichten weit über die reinen Verlustzahlen hinaus. Sechzehn Tage lang hatte eine Brigade das Afrikakorps und seine Verbündeten aufgehalten. Sechzehn Tage, die Rommels Zeitplan zerstörten. Die Verzögerung hatte der achten Armee ermöglicht, sich nach El Alamein zurückzuziehen und dort Verteidigungsstellungen vorzubereiten.
Die Bindung erheblicher Kräfte vor Bir Hakeim hatte Rommels Stoßkraft geschwächt. Die Verluste an Munition, Treibstoff und Fahrzeugen hatten seine ohnehin angespannte Versorgungslage weiter verschärft. Zudem beeinflusste die Verzögerung die Absage der Operation Herkules, der geplanten Invasion Maltas durch die Achsenmächte.
Malta war ein Schlüsselstützpunkt der Royal Air Force und der Royal Navy im Mittelmeer, von dem aus alliierte Flugzeuge und Schiffe die Nachschubkonvois nach Nordafrika angriffen. Die Einnahme Maltas hätte Rommels Versorgungsprobleme auf einen Schlag gelöst. Doch der verzögerte Zeitplan und die verbrauchten Ressourcen machten das Unternehmen unmöglich.
Rommel eroberte zwar Tobruk am 21. Juni und wurde dafür zum jüngsten Generalfeldmarschall der Wehrmacht befördert. Doch sein anschließender Vorstoß nach Ägypten endete wenige Monate später bei El Alamein, wo die britische achte Armee unter General Bernard Montgomery den entscheidenden Sieg errang. Der Weg zu diesem Sieg begann in den Minenfeldern und Schützengräben von Bir Hakeim.
Für das freie Frankreich hatte die Schlacht eine Bedeutung, die über das Militärische hinausging. Zum ersten Mal seit dem Waffenstillstand von 1940 hatte eine französische Einheit einer deutschen Großoffensive standgehalten. Maurice Schumann, de Gaulles Propagandachef, nannte die Verteidigung ein neues Verdun und schlug damit eine Brücke zum identitätsstiftenden Abwehrkampf des Ersten Weltkriegs.
Im besetzten Frankreich wurde Bir Hakeim zum Symbol des Widerstands. Im Januar 1943 erschien eine Untergrundzeitung unter dem Titel Bir Hakeim. Die alliierte Presse feierte die Verteidiger. Winston Churchill prägte den Begriff Kampffranzosen. Die Briten, die de Gaulles freie Franzosen bis dahin mit einer Mischung aus Herablassung und Skepsis behandelt hatten, begannen sie als gleichwertige Verbündete anzuerkennen.
Generalmajor Friedrich von Mellenthin, ein deutscher Stabsoffizier, der den Wüstenkrieg aus nächster Nähe miterlebt hatte, schrieb nach dem Krieg, dass er im gesamten Verlauf der Kämpfe in Nordafrika nie auf einen heldenhafteren und zäheren Widerstand gestoßen sei. Oberstleutnant Amilakvari, der georgische Aristokrat an der Spitze der Legionäre, überlebte Bir Hakeim. Er fiel wenige Monate später bei der zweiten Schlacht von El Alamein im Oktober 1942.
General König wurde nach dem Krieg zum Militärgouverneur der französischen Besatzungszone in Deutschland ernannt. Susan Travers erhielt im Jahr 2000 im Alter von 91 Jahren die Légion d‘honneur. In Paris erinnern heute eine Brücke über die Seine und eine Metrostation an die Schlacht. Es ist jene Station, die Millionen von Besuchern jährlich zum Eiffelturm bringt.
In der Wüste Libyens hingegen sind die Spuren der Kämpfe weitgehend verschwunden. Die Minenfelder sind nie vollständig geräumt worden. Ein französischer Soldatenfriedhof wurde nach dem Krieg errichtet, doch er wurde mehrfach verwüstet. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass eine entschlossene Verteidigung den Lauf eines Feldzugs verändern kann.
Rommel selbst formulierte es knapp: Selten wurde mir ein so harter Kampf geliefert. Sechzehn Tage in der Wüste, 3700 Mann gegen eine Armee. Eine Schlacht, die im strategischen Gesamtbild des Zweiten Weltkriegs oft übersehen wird und die dennoch den Anfang vom Ende der Achsenmächte in Nordafrika markiert. Die Verteidigung von Bir Hakeim war nicht nur ein militärischer Erfolg, sondern ein moralischer Triumph, der die Welt daran erinnerte, dass der Kampfgeist des freien Frankreich ungebrochen war.


