Kapitel 23 | Der Weg nach Osten – Das Tagebuch des Martin Adler | Hörbuch

Kapitel 23 | Der Weg nach Osten - Das Tagebuch des Martin Adler | Hörbuch

Die letzten Worte des Martin Adler, eines deutschen Soldaten, der den gesamten Ostfeldzug von 1941 bis zum bitteren Ende im Frühjahr 1945 überlebte, sind nun der Öffentlichkeit zugänglich. In einem erschütternden Tagebuch, das kürzlich in Nürnberg aufgefunden wurde, schildert Adler den systematischen Zerfall seiner Einheit und die unvorstellbaren Verluste, die er auf dem langen Rückzug nach Westen erlitt. Das Dokument, das als Hörbuch unter dem Titel “Der Weg nach Osten” veröffentlicht wurde, offenbart die private Hölle eines Mannes, der Zeuge des Sterbens aller seiner Kameraden wurde. Es ist ein stummer Schrei aus einer Zeit, in der die großen Worte der Propaganda längst verklungen waren und nur noch das nackte Überleben zählte.

Die Aufzeichnungen beginnen mit einer düsteren Bilanz. Adler beschreibt die Monate nach dem Übergang über den Dnjepr als eine einzige, graue Mühsal, in der ein Tag dem anderen glich. Er spricht von einem endlosen Kreislauf aus Kämpfen, Weichen und Sterben, den er nicht mehr im Detail nachzeichnen will, da es nur eine Wiederholung desselben Leidens wäre. Der Krieg, der einst tief im Osten getobt hatte, kam unaufhaltsam näher an die deutsche Heimat heran. Mit ihm kam eine geschlagene, ausgeblutete Armee, die nur noch ein ferner Schatten der stolzen Truppe war, die einst über die Grenze gezogen war. Der vierte Kriegswinter im Osten brachte erneutes Frieren, Hungern und Leiden, und die Kälte forderte weiterhin ihre Opfer.

Der Frühling und der Sommer kamen, doch der Rückzug ging unerbittlich weiter. Mit jedem Schritt kamen die Überlebenden der Heimat näher, aber auch dem unausweichlichen Ende. Aus dem kleinen Kreis der Alten, der nach dem Dnjepr nur noch aus Otto, Weiß, Lindner und Adler bestand, riss der Krieg in jenen Monaten weitere Lücken. Jeder Verlust war ein neuer Schmerz, eine neue Wunde. Adler erkannte, dass Ottos bangen Frage in jener Nacht am Dnjepr, wer der Nächste sei, prophetisch gewesen war. Der Krieg holte sie einen nach dem anderen, und der Kreis schrumpfte und schrumpfte.

Im Spätsommer jenes Jahres verloren sie Jozef Lindner, den sanften, gläubigen Sanitäter. Er fiel nicht im Kampf, denn er trug nie eine Waffe, sondern beim Bergen eines Verwundeten. Unter feindlichem Feuer wagte er sich hinaus, um einen jungen Soldaten zu retten, der zwischen den Linien lag. Eine Kugel traf ihn mitten in seinem Werk der Barmherzigkeit. Er starb über dem Verwundeten, den er zu retten suchte. Adler war bei ihm, als man ihn zurückbrachte, und hielt seine Hand. Lindners Gesicht war friedlich im Tod, und Adler glaubt, dass er in dem Frieden seines Glaubens starb, in der Gewissheit, dem leidenden Gott gedient zu haben. Mit ihm verlor die Welt einen jener stillen Gerechten, die sie so dringend brauchte.

Am Ende blieben nur noch drei von dem alten Kreis: Otto, Feldwebel Weiß und Adler. Drei Männer, die vom ersten Tag des Krieges an beisammen gewesen waren und die nun am bitteren Ende noch zusammenhielten. Sie klammerten sich aneinander mit einer Verzweiflung und Innigkeit, die aus dem Wissen kam, dass sie alles waren, was ihnen geblieben war. Mit jedem von ihnen starb nicht nur ein Mensch, sondern ein ganzes Stück Erinnerung, ein ganzes Stück jener Welt, die sie durchlitten hatten. Sie zogen weiter nach Westen, dem Ende entgegen. Adler trug noch immer Karls Gedichtband und die Briefe von zu Hause bei sich und zählte die Tage und Kilometer bis zur Heimat. Er betete, dass sie drei das Ende erleben würden, um Zeugnis abzulegen von all den anderen, die gefallen waren.

Das Ende des Krieges fand sie auf deutschem Boden. Der Rückzug hatte sie über die Grenze des Reiches selbst zurückgeführt. Sie kämpften nun auf der eigenen Erde, in der deutschen Heimat, gegen einen Feind, der seinerseits vorrückte, wie sie einst vorgerückt waren. Adler erlebte das Grauen, dass sie über Russland gebracht hatten, nun an der eigenen Heimat. Er sah die brennenden deutschen Dörfer, die fliehenden deutschen Frauen und Kinder. Es war, als kehrte alles zu ihnen zurück, was sie ausgesät hatten, in einer furchtbaren Gerechtigkeit, die ihn erschauern ließ.

In den letzten Wochen des Krieges, im Frühjahr des Jahres, geriet das, was von der Truppe noch übrig war, in die letzten sinnlosen Kämpfe eines schon verlorenen Krieges. Kämpfe, die nichts mehr entschieden, die nur noch Tote forderten. Es war die bitterste Erfahrung von allen, zu kämpfen und zu sterben in einem Krieg, der längst entschieden war, in einer Stunde, da jeder wusste, dass das Ende nur noch Tage entfernt war. In einem dieser letzten sinnlosen Gefechte verlor Adler Otto, seinen Freund, der ihm der nächste Mensch auf der Welt gewesen war. Otto hatte ihn durch all die Jahre getragen und ihm mehr als einmal das Leben gerettet. Sein Tod, so nahe dem Ende, war von einer Bitterkeit, die Adler beinahe zerbrach.

Sie hielten eine letzte sinnlose Stellung gegen einen vorrückenden Feind. Otto fiel neben Adler, getroffen von einer Kugel. Adler fing ihn auf, wie er einst Karl aufgefangen hatte, wie er Fritz gehalten hatte. Er legte ihn nieder und kniete bei ihm. Die Wunde war tödlich. Otto sah ihn an mit seinen treuen, sterbenden Augen und lächelte schwach. Er sprach Annas Namen, nur ihren Namen. Mit ersterbender Stimme bat er Adler, das Versprechen zu halten, zu ihr zu gehen und ihr zu sagen, dass er sie geliebt habe. Adler versprach es ihm mit erstickter Stimme und hielt ihn in den Armen. Otto starb dort auf deutschem Boden, so nahe dem Ende, dass er es nicht mehr erleben sollte. Mit ihm starb der letzte und liebste seiner Freunde. Etwas in Adler starb mit ihm, etwas, das nie wieder lebendig wurde.

Adler weiß nicht, wie er die Stunden nach Ottos Tod überstand. Er war wie versteinert, wie betäubt. Er funktionierte nur noch mechanisch, kämpfte und wich zurück, ohne zu denken, ohne zu fühlen. Der Schmerz war zu groß, um ihn zu fühlen. Er glaubt, dass er in jenen Stunden gestorben wäre, hätte der Tod ihn gesucht, denn er wehrte sich nicht mehr. Alles war ihm gleichgültig geworden, das eigene Leben am meisten. Es war Feldwebel Weiß, der ihn durch jene Stunden brachte. Der letzte, der ihm geblieben war, trieb ihn an, hielt ihn am Leben und erlaubte ihm nicht aufzugeben. Adler folgte ihm wie ein Schlafwandler und überstand so jene furchtbaren letzten Tage, getragen von dem letzten Kameraden, der ihm geblieben war aus all den Jahren, aus all dem Sterben.

Sie begruben Otto, Weiß und Adler, in der deutschen Erde, in der Erde der Heimat, die er so geliebt und nach der er sich so gesehnt hatte. Adler setzte ein Kreuz auf sein Grab und schrieb seinen Namen darauf. Er nahm Ottos Lichtbild von Anna an sich, das er stets bei sich getragen hatte, um es ihr zu bringen, sollte er überleben. Er nahm Abschied von seinem Freund, dem liebsten, den er je gehabt hatte, und wusste, dass ein Teil seines Lebens mit ihm zu Ende ging. Wenige Tage nach Ottos Tod kam das Ende des Krieges. Es kam nicht als Erlösung, nicht als Freude, sondern als Zusammenbruch, als das endgültige Eingeständnis der Niederlage. Adler erlebte das Ende in einer dumpfen, erschöpften Gleichgültigkeit, denn er hatte zu viel verloren, um noch etwas zu empfinden. Der Frieden, der nun kam, fand ihn leer und ausgebrannt, einen Überlebenden unter den Gräbern aller, die er geliebt hatte.

Die Nachricht von der Kapitulation ging durch die zerschlagenen Reste der Truppe. Alles war vorüber, der Krieg verloren, das Reich zusammengebrochen. Adler erinnert sich an die sonderbare Stille, die über sie fiel, als die Waffen schwiegen. Eine Stille, die er seit Jahren nicht mehr gekannt hatte, die Stille des Friedens. Sie war beklemmend, fast unheimlich nach all dem Lärm des Krieges. Er lauschte in diese Stille und konnte kaum glauben, dass es wahr war, dass das Töten und Sterben nun ein Ende hatte. Feldwebel Weiß und Adler waren beieinander, als das Ende kam. Die letzten zwei aus jenem Kreis, der einst über die Grenze gezogen war, sahen einander an. In diesem Blick lag alles, was sie gemeinsam durchlitten hatten, all die Jahre, all die Toten, all das Grauen. Weiß, der alte Soldat, der durch so viele Kriege gegangen war, legte Adler die Hand auf die Schulter, jene schwere, vertraute Hand, die er ihm am ersten Tag des Krieges auf die Schulter gelegt hatte. Er sagte nur, dass es vorbei sei, dass sie überlebt hätten, dass sie nun heimkehren würden. In seinen Augen, die Adler stets hart und unbewegt gekannt hatte, schimmerten Tränen. Adler sah zum ersten und einzigen Mal diesen starken Mann weinen, und er weinte mit ihm. Sie hielten einander, zwei Männer, die alles verloren hatten und doch einander geblieben waren. In jener Umarmung lag der ganze Schmerz und die ganze Erlösung des Endes.

Doch das Ende des Krieges bedeutete nicht das Ende ihres Leidens. Was nun kam, war die Gefangenschaft. Sie gerieten wie Hunderttausende in die Hand des Feindes, ergaben sich, legten die Waffen nieder und wurden abgeführt. Auch Weiß und Adler wurden in den Wirren der Kapitulation auseinandergerissen, wie der Krieg so viele auseinandergerissen hatte. Adler verlor auch ihn, den letzten seiner Kameraden, nicht durch den Tod diesmal, sondern durch das Chaos des Endes. Er wusste lange nicht, ob Weiß überlebte, ob er die Gefangenschaft überstand, ob er ihn je wiedersehen würde. So stand Adler am Ende des Krieges allein. Allein von all den Männern, mit denen er ausgezogen war. Allein von jenem Kreis der Kameradschaft, der ihm das Liebste gewesen war. Er ging in die Gefangenschaft als ein einsamer Mann, beladen mit der Last der Erinnerung an all die Toten, an Karl und Albrecht und Hennig und Fritz und Vogt und Lindner und Bäcker und Otto, an all die anderen, deren Namen er nicht mehr zählen konnte. Er trug sie alle mit sich, ihre Gesichter, ihre Stimmen, ihre Geschichten in die Gefangenschaft und durch sie hindurch und über sie hinaus. Ein lebendiges Grabmal für all die Toten dieses sinnlosen Krieges.

Von der Gefangenschaft will Adler nicht ausführlich berichten, denn das wäre eine eigene Geschichte, eine Geschichte des Hungers und der Entbehrung und des langsamen Wartens. Er verbrachte Jahre in ihr, lange graue Jahre in den Lagern des Ostens, fern von der Heimat. Er überstand sie, wie er den Krieg überstanden hatte, durch jenen zähen Überlebenswillen, der ihm geblieben war, und durch die Hoffnung, eines Tages doch noch heimzukehren. Diese Hoffnung trug ihn durch die dunkelste Zeit. Endlich, nach Jahren, kam der Tag der Entlassung, und er kehrte heim. Ein anderer, als er ausgezogen war, ein alter Mann beinahe, obwohl er erst in den Dreißigern stand, gezeichnet, gealtert, das Haar früh ergraut. Er reiste durch ein zerstörtes Land, durch ein Deutschland in Trümmern. Je näher er Nürnberg kam, desto banger wurde sein Herz, denn er wusste nicht, was ihn erwartete, wusste nicht, ob seine Eltern noch lebten, ob das Elternhaus noch stand, ob von all dem, was er verlassen hatte, noch etwas geblieben war.

Nürnberg, seine schöne alte Heimatstadt, fand er in Trümmern. Die Bomben hatten sie verwüstet, die Altstadt war zerstört, die alten Fachwerkhäuser verbrannt, die Burg beschädigt, die Kirchen ausgebrannt. Er ging durch die Straßen seiner Kindheit, die er kaum wieder erkannte, durch Trümmerwüsten, in denen die Menschen hausten, wie in den Ruinen einer untergegangenen Welt. Ihm blutete das Herz, denn die Stadt, die er geliebt hatte, war dahin, zerstört wie so vieles, das er geliebt hatte. Doch das Haus seiner Eltern in der Gostenhofer Gasse, das Haus, von dem er so oft geträumt hatte in der Fremde, es stand noch, wie durch ein Wunder stand es noch, halb beschädigt zwar, doch es stand. Er näherte sich ihm mit klopfendem Herzen und klopfte an die Tür. Sie öffnete sich, und seine Mutter stand vor ihm, gealtert, ergraut, doch lebend. Sie erkannte ihn nicht sogleich, so sehr hatte der Krieg ihn verändert. Doch im nächsten Augenblick erkannte sie ihn doch, schrie auf, schlug die Hände vors Gesicht und stürzte auf ihn zu. Sie hielten einander und weinten. Sein Vater kam herzu, alt geworden, gebeugt, und auch er umarmte ihn. Auch ihm liefen die Tränen über das Gesicht. Adler war daheim, endlich daheim, nach all den Jahren, und er konnte es kaum fassen, dass dieser Augenblick, von dem er so oft geträumt hatte, nun wirklich gekommen war.

In den Wochen nach seiner Heimkehr erfüllte Adler die Versprechen, die er den Toten gegeben hatte, denn das war er ihnen schuldig. Er reiste zu Annas Stadt am Main und suchte sie auf. Er brachte ihr die Nachricht von Ottos Tod und sein Lichtbild, das er stets bei sich getragen hatte. Er sagte ihr, dass Otto sie geliebt habe, bis zum letzten Atemzug, dass ihr Name sein letztes Wort gewesen sei. Sie weinte, und er weinte mit ihr. Es war ein schwerer Gang, doch er war froh, dass er ihn getan hatte, dass er Ottos letzten Wunsch erfüllt hatte. Er reiste auch zu Karls Eltern und brachte ihnen seinen Gedichtband zurück, den er all die Jahre bei sich getragen hatte. Er erzählte ihnen von ihrem Sohn, von seiner Güte, von seinem Traum, Lehrer zu werden, von den Versen, die er auf den Lippen gehabt hatte, als er starb. Auch sie weinten, und sie dankten ihm, dass er gekommen war, dass er ihnen von ihrem Sohn erzählte. Adler sah, dass es ihnen Trost gab, zu wissen, dass jemand bei ihm gewesen war, dass jemand sein Andenken bewahrt hatte.

Durch einen glücklichen Zufall erfuhr Adler, dass auch Feldwebel Weiß überlebt hatte, dass er die Gefangenschaft überstanden und heimgekehrt war. Sie fanden einander wieder, Jahre später, und sie blieben in Verbindung bis an sein Lebensende. Die letzten zwei eines untergegangenen Kreises, verbunden durch ein Band, das stärker war als alles, was das Leben sonst zu knüpfen vermag, das Band derer, die gemeinsam durch die Hölle gegangen und gemeinsam ihr entronnen waren. Nun, in Nürnberg, im Frühjahr, viele Jahre nach dem Krieg, schreibt Adler diese letzten Zeilen in der Stube seines Elternhauses in der Gostenhofer Gasse, an demselben Tisch, an dem er als Junge seine Schulaufgaben machte. Vor dem Fenster läuten die Glocken von St. Lorenz über die wieder aufgebauten Dächer, wie sie läuteten, als er ein Kind war, ehe er auszog in jenen Krieg, der ihm alles nahm und der ihn doch heimkehren ließ. Es ist still hier. Ein Frieden liegt über der Stadt. Manchmal kann er kaum glauben, dass es wahr ist, dass er lebt, dass er daheim ist, dass das Töten und Sterben vorüber ist.

Lange hat Adler diese Aufzeichnungen liegen lassen. Er konnte sie nicht ansehen. Sie taten zu weh. Nun, da die Jahre vergangen sind, nimmt er sie wieder zur Hand und liest von jenem Jungen, der er war, und es ist ihm, als lese er von einem Fremden. Und doch ist er es, und alles, was hier steht, hat er erlebt. Er hat sie alle verloren. Karl mit seinen Versen. Fritz, sein Junge, der in seinen Armen starb. Vogt an seinem Maschinengewehr. Der gute Lindner, gefallen bei einem Werk der Barmherzigkeit. Und Otto, sein liebster Freund, gestorben auf deutschem Boden, so nahe dem Ende, Annas Namen auf den Lippen. Er trägt sie alle in sich. Sie sind nicht vergessen, solange er lebt. Er hat oft gefragt, warum er überlebte und sie nicht. Er hat keine Antwort gefunden. Es war kein Verdienst, nur Zufall. Blinder Zufall, der über Überleben und Tod entschied. Aber vielleicht gibt es doch eine Aufgabe für die Überlebenden, Zeugnis abzulegen, damit die Welt nicht vergisst, was geschah. Damit die jungen Männer, die nach ihnen kommen, nicht wieder ausziehen mit derselben törichten Begeisterung, mit der sie auszogen in einen Krieg, der nichts gebar als Tod und Leid und Schuld.

Adler hat gelernt, dass die großen Worte Lügen sind, die Fahnen und Parolen, hinter denen sich nur die Gier nach Macht verbirgt. Und er hat gelernt, woran man glauben kann: an den einzelnen Menschen, an die Kameradschaft, an die Liebe, an das schlichte Gute, das ein Mensch dem anderen tun kann. Das hat ihn getragen, als alles andere zusammenbrach. Das ist das Wahre, das Bleibende. Der Weg nach Osten ist zu Ende, und der Weg nach Westen, der Weg der Heimkehr. Er ist daheim. Das Korn wächst wieder auf den Feldern, über die sie einst zogen. Die Mütter wiegen ihre Kinder in Russland wie in Deutschland. Das Leben hat über den Tod gesiegt, wie es immer siegt. Und er, der Überlebende, legt die Feder nieder und dankt für jeden Tag, den er noch leben darf. Und er bewahrt das Andenken der Toten, bis auch er geht, ihnen nach, in jenen Frieden, den wir alle ersehnt haben und den sie nun gefunden haben. Sie, seine verlorenen Kameraden. Martin Adler.