„Meine Eltern wollten mich bei der Testamentseröffnung vor der ganzen Familie bloßstellen. Meine Mutter lächelte spöttisch: ‚Wahrscheinlich bekommst du Opas alten Malkasten.‘ Alle lachten. Wenige Minuten später öffnete der Notar den letzten Umschlag – und plötzlich gehörten mir das Familienunternehmen, das Herrenhaus und ein Vermögen von achtzig Millionen Euro.“
Seit meiner Kindheit galt ich als die Enttäuschung der Familie Keller. Mein Vater Klaus leitete die Familienholding, meine Mutter Beate war Vorstandsmitglied mehrerer Stiftungen, mein Bruder Alexander arbeitete im Investmentbanking und selbst meine Cousins sprachen schon als Studenten über Fusionen und Unternehmensbeteiligungen. Nur ich hatte einen anderen Weg gewählt. Ich wurde Kunstlehrerin an einer öffentlichen … Read more