Am frühen Morgen des 2. Juli 2020 brachte Marisa, Doula aus Jacksonville und Mutter von vier Kindern, ihr fünftes Kind zu Hause zur Welt. Umgeben von ihrer Familie, ihrer Hebamme und einem erfahrenen Geburtsteam erlebte sie eine Geburt, die sie bis heute als einen der bedeutendsten Momente ihres Lebens beschreibt.
Als in der Nacht des 1. Juli die ersten Wehen einsetzten, versuchte Marisa zunächst noch zu schlafen. Doch schon nach wenigen Kontraktionen war ihr klar, dass die Geburt begonnen hatte. Gemeinsam mit ihrem Mann bereitete sie das Haus vor und wartete ruhig auf ihr Geburtsteam. Zunächst veratmete sie die Wehen im Badezimmer, später wechselte sie ins Wohnzimmer, wo sie schließlich die Position fand, in der sie sich am wohlsten fühlte.
Kurz darauf trafen ihre Hebamme, deren Assistentinnen und ihre Geburtsfotografin ein. Eigentlich sollte die Geburt im Wasser stattfinden, doch ausgerechnet der notwendige Schlauchadapter zum Befüllen des Geburtspools fehlte. Dank der Erfahrung und Kreativität des Geburtsteams konnte das Problem jedoch schnell gelöst werden. Für Marisa war das Wasser unverzichtbar – seit ihrer Kindheit fühlte sie sich darin sicher und geborgen.
Kaum war der Pool gefüllt, stieg sie hinein und spürte sofort Erleichterung. Dennoch verlief die Austreibungsphase diesmal deutlich länger als bei ihren vorherigen Geburten. Während sie geduldig mit jeder Wehe arbeitete, erinnerte sie sich an einen Rat, den sie selbst als Doula oft anderen Müttern gab: den Kopf des Babys zu berühren, sobald er zu fühlen ist. Als sie die Haare ihres Kindes ertastete, wusste sie, dass die Geburt kurz bevorstand.
Um 4:25 Uhr brachte Marisa ihren Sohn schließlich selbst aus dem Wasser direkt auf ihre Brust. Es war ein bewegender Augenblick voller Ruhe, Liebe und Dankbarkeit. Nach Monaten des Wartens hielt sie ihren kleinen Jungen endlich in den Armen.
Ihr Geburtsteam schenkte ihr genau das, was sie sich gewünscht hatte: Ruhe, Vertrauen und Unterstützung, ohne sich unnötig in den natürlichen Geburtsprozess einzumischen. Für Marisa war genau diese Balance entscheidend.
Nur etwa eine Stunde nach der Geburt sorgte ihre Tochter Aria für eine kleine Überraschung. Ohne jemanden zu fragen, lief sie zu ihren Geschwistern, um die Nachricht von der Geburt ihres Bruders zu verkünden. Zunächst reagierte Marisa erschöpft und wenig begeistert, später wurde ihr jedoch bewusst, wie wertvoll dieser gemeinsame erste Morgen für die gesamte Familie gewesen war.
Mit Maasai brachte Marisa innerhalb von nur acht Jahren ihr fünftes Kind zur Welt. Alle ihre Kinder wurden vaginal geboren, vier davon sogar zu Hause. Rückblickend empfindet sie tiefe Dankbarkeit für ihren Körper, ihre Familie und die Möglichkeit, so viele besondere Geburtsmomente erleben zu dürfen.
Für ihre Geburtsfotografin Dallas war es eine große Ehre, diesen besonderen Tag begleiten und festhalten zu dürfen. Gemeinsam mit dem Team von First Coast Midwifery Services entstand eine Geburt, die eindrucksvoll zeigt, wie kraftvoll, vertrauensvoll und selbstbestimmt eine Hausgeburt sein kann.


