Der Regen prasselte auf die Friedhofsmauern, als ich zusah, wie der Sarg meines Sohnes Michael in die Erde hinabgelassen wurde. Das hohle Geräusch der Erdschollen auf dem polierten Holz hallte in mir wider wie ein Echo der Leere, die sich in meiner Brust ausbreitete. Mit 66 hätte ich nie gedacht, dass ich mein einziges Kind überleben würde. Neben mir stand Richard, mein Ehemann seit 35 Jahren.

Seine Hand auf meinem Ellenbogen fühlte sich plötzlich fremd an, kalt, hart. Ich kannte diesen Mann, wusste, wie er lachte, wie er weinte, wie er mich in schlaflosen Nächten hielt. Aber in diesem Moment, während unser Sohn in der Erde lag, hörte ich etwas in seiner Stimme, das ich nie zuvor gehört hatte.
„Wir müssen reden


